Vereinbarung zur Verträglichkeit von Kanutourismus und Naturschutz
Der Landes-Kanu-Verband Brandenburg, der Landessportbund Brandenburg e.V. sowie das Sport- und das Umweltministerium haben eine Vereinbarung abgeschlossen, die den Interessenausgleich von Sport und Naturschutz zum Ziel hat. In dem Dokument, das am 30. August in Potsdam von Kanu-Präsident Henry Schiffer, LSB-Präsident Hans-Dietrich Fiebig sowie den Ministern Dr. Dietmar Woidke und Holger Rupprecht unterzeichnet wurde (unser Bild, v.li)), werden Grundsätze und Maßnahmen zur naturverträglichen Sportausübung bei der Befahrung sensibler Wasserwanderwege im Land Brandenburg festgelegt.
„Die Vereinbarung ist ein Gewinn für den Tourismus und die Umwelt unseres Landes. Denn wir müssen unsere natürlichen Schönheiten erhalten und unseren sportorientierten Gästen Zugang zu diesen Schönheiten gewähren. Das geht nur im gegenseitigen Ausgleich“, sagten die zuständigen Minister Rupprecht und Woidke. „Mit Unterzeichnung einer Vereinbarung verpflichten sich die Partner, die touristische Nutzung der Gewässer sowie die Schaffung von Wasserwanderwegen im gegenseitigen Einvernehmen zu koordinieren.“
Sport und Naturschutz unterstreichen mit der Vereinbarung das gemeinsame Ziel der Erhaltung und des Schutzes dieser ökologisch intakten Naturräume. Behörden und Verbände wollen künftig noch enger zusammen arbeiten und attraktivere Angebote für einen naturverträglichen Kanutourismus in Brandenburg ermöglichen.
Der Landes-Kanu-Verband wird seine Mitglieder über die Vereinbarung unterrichten sowie in Fortbildungsprogrammen über die Bereiche Ökologie, Naturschutz sowie naturverträgliche Sportausübung Kenntnisse vermitteln. In Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden sollen Verbandsmitglieder auch Gewässerpflegemaßnahmen durchführen. Über Einzelregelungen für das Befahren von Gewässern informiert der LKV im Internet (www.kanu.de). Bei Bauten an Wehren, Schleusen oder Staudämme wird künftig geprüft, inwieweit die Kanu-Befahrbarkeit erleichtert werden kann.
Das Umweltministerium unterstützt die Umweltbildungsarbeit der Kanuten z.B. durch Referenten für Ökologieschulungen und zum Erwerb von Zertifikaten/Lizenzen für naturverträgliches Kanuwandern.