Verbraucher-Zentrale warnt vor Schlankmachern
50 Prozent aller Frauen und 67 Prozent aller Männer in Deutschland haben Übergewicht, mit enormen Folgen für ihre Gesundheit. So genannte Schlankmacher versprechen ein Abnehmen ohne Schwierigkeiten. Die Verbraucher-Zentrale Baden-Württemberg warnt energisch vor diesen Produkten.
Diese lassen sich in zwei Klassen einteilen. Die einen basieren auf sogenannten Quellstoffen, die sich im Magen auflösen und mehrere Zentimeter große Würfel oder Schwämme bilden, die den Hunger dämmen sollen. Vieles deutet darauf hin, dass der Hunger entweder verspätet wiederkehrt oder der Magen sich an das Füll-Material gewöhnt und trotzdem normalen Hunger entwickelt. Wird nebenher zu wenig getrunken, können die Quellstoffe verklumpen und im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen.
Die zweite Sorte der Schlankmacher enthält Stoffe mit Chitosan, das aus der Schale von Meerestieren gewonnen wird. Durch ein im Magen entstehendes unverdauliches Gel sollen Fette aus der Nahrung gebunden und unverbraucht ausgeschieden werden. Doch eine Tages-Ration kann nur 15 bis 20 Gramm Fett binden - rund ein Sechstel des täglichen Verbrauchs, und als unerwünschter Nebeneffekt droht ein Mangel an essentiellen Fettsäuren und fettlöslichen Vitaminen Die Fetteinsparung kann ebenso leicht durch eine Umstellung in der Ernährung erreicht werden.

Wer abnehmen will, sollte sich deshalb zunächst einen Überblick über den Anteil von Fetten an seiner üblichen Nahrung verschaffen und dann versuchen, die fettreichsten Produkte durch fettärmere zu ersetzen. Wer dann noch mit Vollkornkost für genügend Ballaststoffe und mit Gemüse sowie Obst für ausreichend Vitamine sorgt, kann sich den Griff zu den kostspieligen Schlankmachern sparen.