Aktuell

„Schwerpunkte der Sportentwicklung bis 2012 im organisierten Sport Brandenburgs“ war der Titel einer Konferenz, die der Landessportbund Brandenburg für den 14. März nach Blossin einberufen hatte. Ca. 100 Teilnehmer aus Verbänden, Stadt- und Kreissportbünden sowie den Landesausschüssen, Mitglieder des LSB-Präsidiums, Sportminister Holger Rupprecht und Dr. Peter Danckert - der Vositzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages ist zugleich Präsident des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg – diskutierten über den Vereinssport in der Gesellschaft, seine Rolle und seine Veränderungen. „Die Hauptaufgabe ist die Entwicklung des Sports im ländlichen Raum, und dort liegt auch unser Hauptpotential“ warf Sportminister Holger Rupprecht seine Sicht in die Waagschale, während Landessportbund-Präsident Hans-Dietrich Fiebig die Betonung auf Zielgruppen legte: „Unsere Vereine denken noch immer zuerst an Kinder und Jugendliche, wenn es um Mitglieder geht. Natürlich bleibt die Jugendarbeit die Kernaufgabe, mit ihr allein lässt sich Mitgliederzuwachs aber nicht mehr erreichen. Auch deshalb müssen wir uns verstärkt um die Generation 50 plus kümmern“. Mitgliederentwicklung war aber auf der Konferenz nur ein Teilaspekt. Sportfunktionäre und Sportwissenschaftler wie Dr. Petra Tzschoppe vom DOSB-Präsidialausschuss Breitensport/Sportentwicklung oder Prof. Dr. Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln bildeten in ihren Referaten den organisierten Sport gleichsam aus der Vogelperspektive ab, mit Befunden, Problemen und Lösungsansätzen, die der Ehrenamtler im Verein in seiner täglichen Kleinarbeit oft nicht sieht. „Besonders wichtig ist für uns die Lernfähigkeit der Sportorganisation, ihre flexible und kreative Arbeitsweise und ihr gesellschaftspolitischer Stellenwert. Veränderte Aufgaben erfordern neue Ideen, Herangehensweisen und Strukturen, aber auch neue Kooperationen und Spezialisierungen innerhalb des Sports.“, hieß es deshalb auch in der „Erklärung zur Sportentwicklung in Brandenburg“, mit der die Konferenz nach einer intensiven Diskussion in mehreren Workshops zu Ende ging. Die Teilnehmer haben aus den Vorträgen und Diskussionen viele Stichpunkte und Anregungen mit nach Hause genommen. Zwar wurden die Ergebnisse der Arbeitskreise zum Abschluss kurz vorgestellt, doch der wichtigste Teil der Konferenz kommt erst noch: Die Vorträge und Diskussionen sichten, Anregungen, Problemstellungen und Lösungsansätze herausfiltern und daraus Strategie und Taktik für die nächsten Jahre ableiten.