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In einer landesweiten gemeinsamen Aktion setzen die brandenburgische Landesregierung, der Landessportbund Brandenburg (LSB) und der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) mit dem „Spieltag für Menschlichkeit und Toleranz“ ein Zeichen, um das Fairplay in Brandenburgs Fußballstadien zu stärken. Der „Spieltag für Menschlichkeit und Toleranz“ am 17./18. Mai 2008 in allen Fußballligen und Altersklassen des Landes soll Auftakt für die Wiedereinführung des freiwilligen Verhaltenskodexes und Symbol für Fairness sein. 

„Unser Wunsch ist es, dass von diesem Spieltag an der symbolische Händedruck beider Mannschaften vor und nach jedem Spiel von Herzen kommt“, so Ministerpräsident Matthias Platzeck, FLB-Präsident Siegfried Kirschen sowie Landessportbund-Präsident Hans-Dietrich Fiebig in einer gemeinsamen Resolution, die am 14. Mai in Potsdam präsentiert wurde. „Wir reichen uns die Hände für Werte, die in unserem Sport und in der gesamten Gesellschaft unverzichtbar sind. Kein Raum und kein Platz für Gewalt und Rassismus – nicht auf dem Spielfeld, nicht auf den Zuschauerrängen und auch nicht in den Köpfen“, heißt es in der Erklärung weiter.

Der Koordinator des „Toleranten Brandenburg“, Sportstaatssekretär Burkhard Jungkamp, verwies auf die seit zehn Jahren gute und enge Zusammenarbeit zwischen dem Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung und dem Sport im Land Brandenburg. „Der Sport ist in besonderem Maße geeignet, Verhaltensweisen wie Toleranz, Fairness, Respekt vor dem Anderen einzuüben und zu praktizieren – Verhaltensweisen, die die Grundregeln unseres demokratischen Gemeinwesens darstellen“, so Jungkamp. „Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums des Handlungskonzepts ‘Tolerantes Brandenburg‘ werden wir in diesem Jahr verschiedene Projekte und Akteure präsentieren.“ Neben der Fachtagung „Rechtsextremismus und Fußball“ am 23. Mai finden vielfältige Sportveranstaltungen statt, u.a. der LBS-Cup im Straßenfußball sowie der Wettbewerb „Verein(t) gegen Rechtsextremismus! Sport für Menschlichkeit und Toleranz“.

Die Landesregierung, der Fußball-Landesverband Brandenburg und der Landessportbund wollen mit dem Spieltag für Menschlichkeit und Toleranz auf allen Fußballplätzen im Land ein Zeichen gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus setzen. Ziel ist es, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren und die Vorbildfunktion der Spieler zu nutzen. Die Resolution wird an diesem Wochenende bei allen Punktspielen – vom Spitzenspiel in der Brandenburg-Liga bis zum Jugendspiel in der untersten Kreisklasse – verlesen Symbolisch werden beim Spiel zwischen dem FC Schwedt 02 und dem Frankfurter FC Viktoria 91 am 17. Mai um 15.00 Uhr in Schwedt Repräsentanten von Landessportbund und Fußball-Landesverband sowie Sportstaatssekretär Burkhard Jungkamp zugegen sein.