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Zur Sportstättenkonferenz des Landessportbundes Brandenburg trafen sich am 27. Oktober im Sport- und Bildungszentrum Lindow (Ostprignitz-Ruppin) mehr als 100 Vertreter aus Sportvereinen, Sportverbänden sowie Stadt- und Kreissportbünden des Landes Brandenburg. Als prominenteste Gäste konnte Landessportbund-Präsident Hans-Dietrich Fiebig Sport-Staatssekretär Burkhard Jungkamp und den Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Karl-Ludwig Böttcher, begrüßen.
Die Verbindung zwischen Sport und Kommune zog sich als roter Faden durch die Reden und Diskussionsbeiträge. Das Sporttreiben verändert sich, Gesundheitssport, Fitness und Trendsportarten gewinnen gegenüber dem klassischen Wettkampfsport an Raum, die Ansprüche an die Sportstätten steigen, gleichzeitig verändern sie sich mit dem Sporttreiben: Neben klassischen Sporthallen und Stadien werden z.B. zunehmend „untypische“ kleinere Räume etwa für Gymnastik oder Yoga gebraucht. Trotz gegensätzlicher demografischer Entwicklungen in den einzelnen Regionen „geht es überall darum, den Interessen der Bevölkerung Rechnung zu tragen – und deshalb ist es eine zentrale Aufgabe, über die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Sportverein nachzudenken und sie zu entwickeln“, so LSB-Präsident Fiebig. Zahlreiche Erfahrungsberichte aus Vereinen verdeutlichten: Ganz gleich, ob Sportstätten gebaut, saniert oder übernommen werden sollen – ohne die Kommune geht es nicht. Zudem sind auch im Sportstättenbereich Konzentration und Abstimmung gefragt, kann nicht überall alles vorgehalten werden, und Multifunktionalität tritt nicht nur aus ökonomischen Gründen zunehmend in den Vordergrund.
„Immer neue Gedanken“ entdeckte Günter Jentsch, der im Landessportbund-Präsidium für Sportstätten zuständig ist, in den Redebeiträgen. „Die Zusammenarbeit des Sports mit den Kommunen ist grundlegend für die Zukunft. Nur zusammen können wir künftig die Sportstätten so gestalten und betreiben, dass sie nicht nur finanzierbar, sondern auch für neue Nutzergruppen attraktiv sind – multifunktional, nachhaltig und nutzerfreundlich.“
„Nach dieser Konferenz fängt die Arbeit erst richtig an“, waren sich zahlreiche Teilnehmer mit den Organisatoren einig. Eine auf der Beratung vereinbarte Kontaktbörse, die den Erfahrungsaustausch mit anderen, größenmäßig, sportartenspezifisch oder regional ähnlich gelagerten Vereinen ermöglicht, ist da nur ein erstes Ergebnis - freilich das am deutlichsten sichtbare und am schnellsten umsetzbare.