Das Präsidium des Landessportbundes Brandenburg (LSB) ruft die Sportlerinnen und Sportler des Landes auf, sich an den Protesten gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch am 18. Juni am Soldatenfriedhof in Halbe zu beteiligen. "Halbe darf nicht zur Pilgerstätte für Neonazis und Brandenburg nicht zum Synonym für Rechtsextremismus werden", verdeutlicht LSB-Präsident Hans-Dietrich Fiebig das Anliegen, das der Landessportbund mit diesem Aufruf verbindet.
Als Mitglied im Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit kümmert sich Brandenburgs demokratische Sportorganisation auf unterschiedlichsten Ebenen um ein tolerantes, aufgeschlossenes und gewaltfreies Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Weltanschauung oder Religion. Sportvereine beziehen gezielt Migranten in ihre Arbeit ein, sozial gefährdeten Jugendlichen werden als Alternative zu kriminellen Karrieren sportliche Freizeitangebote unterbreitet. Und vor allem lernen Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene im ganz normalen Vereinssport auf breiter Front, sich durch Leistung statt durch Gewalt zu messen, Regeln zu akzeptieren und den sportlichen Gegner anzuerkennen.
Der Landessportbund Brandenburg versteht sich als wichtige gesellschaftliche Kraft in unserem Bundesland und sorgt sich deshalb um die demokratische Kultur Brandenburgs und sein Ansehen in Deutschland und der Welt. Wir möchten, dass Brandenburg als weltoffenes und demokratisches Land geachtet wird und werden allen Versuchen begegnen, dem Ruf unserer Heimat und damit auch den guten Kontakten des Sports in alle Welt zu schaden.
Aufruf des Aktionsbündnis gegen Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe zur Demo am 18. Juni